Trari-trara, das Geld ist da

Noch 12 mal schlafen, dann geht mein Flieger. Die Zeit rennt und ich fühle mich dennoch weitestgehend vorbereitet. Noch habe ich nicht so viel Angst, eher Respekt vor dem Vorhaben, aber wenig Vorstellung, wie es wirklich wird. Ich denke, wenn ich ankomme, wird es mich ein wenig erschlagen - mit viel Glück bin ich nach dem Flug zu müde, um es zu bemerken. ^_^

Mittlerweile habe ich mich zu einem Treffen zur Hanami (Kirschblütenschau) verabredet, am 28.03. im Yoyogi-Park (einem der größten Parks in Tokyo) mit einigen ausgewanderten Deutschen, die ich in einem Forum "kennengelernt" habe - oder auch nicht wirklich, denn ich weiß eigentlich noch fast nichts über sie. Aber ich habe da kaum Bedenken. Untereinander kennen sich einige wohl bereits.

Yoyogi-Park


Heute haben wir den bestellten Yen ( 円 ) von der Bank abgeholt. 36.000 Yen waren nach (Bank)Kurs vom 05.03. gleichzusetzen mit 300,28 €. Davon wurde bereits ein Betrag von ca. 12 Euro oder auch 4 % abgezogen. Die Gebühren sind schon ganz schön happig. Das ist mein Startkapital in Japan. Damit komme ich zum Hotel, kaufe mir am Flughafen vergünstigte 2-Tages-Tickets für die Metro (es gibt keine 2-Tages-Tickets zu kaufen, nur am Flughafen für Touristen), meine ersten Mahlzeiten und Grundeinkäufe und ausreichend für die ersten Tage. Danach geht es mit extra beantragter VISA-Karte und Maestro-Karte weiter (Bargeld besorgen). Japan ist ein Bargeldland.

Diverse 円-Noten

Die Reisecheckliste ist geschrieben, die ersten Unterlagen schon ausgedruckt, Reisepass liegt ja schon eine Weile bereit, Flo hat mir ein Wörterbuch im Jackentaschenformat geschenkt (^_^ *love*) und anderthalb Japanisch-Lernbücher sind durchgenommen - worauf ich mir aber wenig einbilde, denn wenn ich japanische Anime oder normale Unterhaltungen höre, verstehe ich beinahe nichts.

Schauen wir mal, was kommt.
Ich habe noch 5 Arbeitstage vor mir, dann wird es ernst.

1 Kommentar 12.3.09 22:24, kommentieren

Vorbereitungen

Gebucht habe ich meinen Flug zwischen Weihnachten und Neujahr, um genau zu sein am 29.12.08 als "Spontanklick" nach wochenlanger Suche mit Preisvergleich und bangem Gefühl im zwiespältigen Kopf. Der Flug geht ab Hannover Langenhagen mit Zwischenstop in Paris nach Tokyo Narita, was einiges an Kosten gegenüber einem Direktflug spart, und dauert auf dem Hinweg 14 Stunden und 40 Minuten inklusive Wartezeit (keine 2 Stunden) in Paris. Die Reisezeiten sind human (Hin- und Rückflug jeweils nach 10 Uhr morgens). Flüge nach und von Japan sind zwar günstig zu haben, aber im Vergleich zu anderen Ländern wie z.B. China durchaus noch teuer. Allein eine Landung auf Narita kostet seit 2005 Oktober 730.750 Yen, das sind knapp 5.900 € an Landegebühren (andere japanische Flughäfen sind noch teurer). In Hongkong kostet das gerademal die Hälfte.

Das Hotel habe ich am 07.01.2009 gebucht (meine zweite Wahl), nachdem ich über eine Woche lang nichts vom ersten gehört habe, trotz E-Mails in Englisch und Japanisch. Mein jetziges Hotel liegt im Bezirk Taito, ist 10 Minuten von einem Bahnhof mit Zentralanschluss "Citykern" gelegen und ist eine Art Hostel mit Einzelzimmern. Ich habe ein Japanese-Style-Non-Smoking-Zimmer mit üblichen 5,5 bis 6 qm, einem Futon, Tatami-Strohmatten anstelle von Teppich, einem Farbfernseher, einem Kühlschrank, einem Regal und einem Fenster für 26,28 € nach heutigem Kurs. Room Service alle zwei Tage, Yukata und Handtücher für den Aufenthalt, Microwelle eine Etage tiefer, Duschen und Toiletten auf dem Gang, Gemeinschaftsbad (nach Geschlecht durch feste Badezeiten getrennt) im obersten Stockwerk und 5 Minuten entfernt ein 7-Eleven-Store, in dem man eigentlich alles kaufen kann, 24 Stunden geöffnet, mit Bankautomat.

Der Yen, Zahlungsmittel in Japan, ist so stark wie selten. Schlecht für Reisende, die den Euro in Yen umtauschen müssen. Noch habe ich kein Bargeld geordert. Dafür habe ich heute, am 25.02.2009, mein Hotel per Paypal bezahlt. Da der Kurs sich ständig kräftig bewegt, macht es wenig Sinn, nach 3 Monaten auf einen schwachen Yen wie noch vor einem Jahr zu hoffen. Immerhin zu voriger Woche knapp 25 Euro gespart. Haben oder nicht haben.

Was ich nun noch benötige, ist etwas Bargeld in der Hand und etwas Geld rüberzuschieben auf mein VISA-Konto (ich habe mir extra entgegen meiner bisherigen Aussagen eine VISA - oder allgemein eine Kreditkarte - zugelegt, um in Japan "günstig" und vor allem sicher und schnell an japanisches Bargeld zu kommen).

Eine "To-See"- als auch eine "To-Buy-and-Try"-Liste habe ich bereits eingestellt in diesem Blog. Weder Vollständigkeit noch Muss sind vorausgesetzt. Wann ich was sehen möchte, werde ich wohl eher nicht festhalten. Man kann es auch übertreiben, und es kommt so, wie es kommt.

Eine Webcam und entsprechende Programme sind vorhanden und funktionsfähig. Telefonieren ist sauteuer in Japan. Ab 19 Uhr kosten 3 Minuten wohl etwa 5 Euro, davor zu sogenannten Economy-Zeiten kosten 3 Minuten sogar 6 Euro. Das eigene Handy funktioniert dort nicht. Es gibt keine zuverlässigen Partnernetze für E-Plus, O2, Vodafone und D1. Da bleibt also nichts mehr. Ein Prepaid-Handy oder einen Vertrag bekommt man erst nach 6-monatiger Anwesenheit im Land oder eventuell sofort mit entsprechendem Arbeitsvisum ab einem Jahr. Man kann sich wohl Handys mieten (Sachen gibt es), ist aber auch sauteuer.

In Japan möchte ich auch ein wenig geocachen. Dafür werde ich mir vorher ein paar Seiten ausdrucken und als Heft zusammenfassen. Ich bin gespannt. Einen Travelbug habe ich bereits vorbereitet, um diesen in Japan auszusetzen. Mein kleines Neko..

So, bis die Tage
Rena

3 Kommentare 25.2.09 21:14, kommentieren